Wahrheit und Methode

Wahrheit und Methode (1960, Tübingen) ist das bekannteste Werk des deutschen Philosophen Hans-Georg Gadamer, der darin seine Vorstellung einer universalen Hermeneutik formuliert.

Gadamer versteht die Hermeneutik weder als Theorie noch als Methode oder Methodik. Vielmehr ist sie das Phänomen des Verstehens und der sachgerechten Auslegung des Verstandenen. Im Werk bemüht sich Gadamer um die Herausbildung der Begriffe Wahrheit, Sinn, Erkenntnis und Verstehen.

Die Hermeneutik beschränkt sich nicht auf die wissenschaftliche Wahrheitsfindung durch Methoden wie Beweise und Erklärungen. Denn auch durch Kunst und Geschichte, die Gadamer im weitesten Sinne den Geisteswissenschaften zuordnet, kann Wahrheit offenbart werden. Diese Wahrheit erfährt man durch Verstehen in Form eines Dialoges, wobei es gleich ist, ob man sich mit einem Gesprächspartner, einem Text, einem Gemälde oder sonst einem Gegenstand auseinandersetzt. Die Hermeneutik soll diese Wahrheit, die die wissenschaftliche Methodik übersteigt, legitimieren.


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